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Blasenkrebs (Urothelkarzinom)

Blasenkrebs ist eine häufige urologische Krebserkrankung und betrifft meist ältere Menschen und Männer häufiger als Frauen. In vielen Fällen macht sich die Erkrankung zunächst durch Blut im Urin bemerkbar, das schmerzlos auftreten kann und oft nur zeitweise sichtbar ist. Auch Veränderungen beim Wasserlassen, wie häufigerer Harndrang oder Brennen, können Hinweise sein. Da diese Symptome auch harmlose Ursachen haben können, ist eine frühzeitige urologische Abklärung besonders wichtig.

Die Diagnostik des Blasenkrebses erfolgt schrittweise und leitliniengerecht. Zu Beginn stehen das ausführliche ärztliche Gespräch, eine körperliche Untersuchung sowie Urinuntersuchungen. Eine zentrale Rolle spielt die Ultraschalluntersuchung der Harnblase und der Nieren, um Veränderungen der Blasenwand, Tumoren oder einen möglichen Harnstau frühzeitig zu erkennen.

Die wichtigste Untersuchung zur sicheren Diagnose ist die Blasenspiegelung (Zystoskopie). Dabei wird die Harnblase mit einem dünnen, flexiblen Instrument über die Harnröhre von innen betrachtet. Diese Untersuchung erlaubt eine direkte Beurteilung der Blasenschleimhaut und das Erkennen auch kleiner oder flacher Tumoren. Bei auffälligen Befunden erfolgt in der Regel eine operative Abtragung des Tumors über die Harnröhre (TUR-B), die gleichzeitig der Diagnosesicherung und der Therapie dient.

Je nach Ausdehnung und Aggressivität des Tumors unterscheidet man oberflächliche (nicht-muskelinvasive) und muskelinvasive Formen des Blasenkrebses. Diese Unterscheidung ist entscheidend für die weitere Behandlung und Nachsorge. Während bei oberflächlichen Tumoren häufig lokale Therapien in der Blase sowie engmaschige Kontrollen erforderlich sind, kommen bei fortgeschrittener Erkrankung zusätzliche operative, medikamentöse oder systemische Therapien zum Einsatz.

Durch unsere langjährige klinische Erfahrung an der Charité verfügen wir über besondere Expertise in der Behandlung urologischer Tumorerkrankungen. Dieses Wissen ermöglicht es uns, auch modernste medikamentöse Systemtherapien, wie beispielsweise Antikörper-Wirkstoff-Konjugate, leitliniengerecht und sicher in unserer Praxis anzuwenden. Die Durchführung erfolgt durch erfahrenes, onkologisch geschultes Fachpersonal in enger Orientierung an aktuellen wissenschaftlichen Standards.

Die Nachsorge bei Blasenkrebs ist besonders wichtig, da diese Tumorerkrankung zu Wiederauftreten neigt. Sie umfasst regelmäßige Blasenspiegelungen, Ultraschalluntersuchungen, Urin- und Laboruntersuchungen sowie bei Bedarf weiterführende bildgebende Verfahren. Die Nachsorgeintervalle werden individuell festgelegt und orientieren sich an den aktuellen Leitlinien sowie am persönlichen Risikoprofil.

In unserer Praxis begleiten wir Patientinnen und Patienten mit Blasenkrebs von der ersten Abklärung über die Therapie bis hin zur langfristigen Nachsorge. Dabei legen wir großen Wert auf eine strukturierte, leitliniengerechte und individuell angepasste Betreuung. Unser Ziel ist es, Erkrankungen frühzeitig zu erkennen, Rückfälle rechtzeitig zu behandeln und die Lebensqualität unserer Patienten bestmöglich zu erhalten.