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Erektionsstörungen und hormonelle Störungen

Erektionsstörungen sind ein häufiges medizinisches Problem und betreffen Männer jeden Alters. Gemeint ist damit die anhaltende Unfähigkeit, eine für den Geschlechtsverkehr ausreichende Erektion zu erreichen oder aufrechtzuerhalten. Wichtig zu wissen ist, dass Erektionsstörungen keine reine Alterserscheinung sind, sondern oft ein Hinweis auf zugrunde liegende körperliche oder hormonelle Ursachen sein können. Eine frühzeitige urologische Abklärung ist daher sinnvoll und kann auch wichtige Hinweise auf den allgemeinen Gesundheitszustand liefern.

Zu den häufigsten körperlichen Ursachen zählen Durchblutungsstörungen, Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, Diabetes mellitus, neurologische Erkrankungen sowie hormonelle Veränderungen. Auch psychische Belastungen, Stress oder depressive Verstimmungen können eine Rolle spielen. In vielen Fällen liegen mehrere Faktoren gleichzeitig vor. Ziel der urologischen Diagnostik ist es, diese Ursachen möglichst genau zu identifizieren, um eine individuell angepasste Therapie empfehlen zu können.

Ein wichtiger Bestandteil der Abklärung sind Blutuntersuchungen zur Bestimmung relevanter Hormone. Dazu zählen insbesondere das männliche Sexualhormon Testosteron sowie weitere hormonelle Parameter, die Einfluss auf Sexualfunktion, Libido und allgemeines Wohlbefinden haben. Die Testosteronwerte und weitere Hormone können SIe bei uns in der Praxis bestimmen lassen. Für eine möglichst zuverlässige Hormonbestimmung sollte die Blutentnahme idealerweise morgens und nüchtern erfolgen, da insbesondere der Testosteronspiegel tageszeitlichen Schwankungen unterliegt und in den frühen Vormittagsstunden am aussagekräftigsten ist.

Hormonelle Störungen können sich nicht nur durch Erektionsprobleme bemerkbar machen, sondern auch durch Symptome wie Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Konzentrationsstörungen, verminderte Leistungsfähigkeit, Libidoverlust oder Stimmungsschwankungen. Eine gezielte Diagnostik ermöglicht es, hormonelle Defizite oder Ungleichgewichte frühzeitig zu erkennen und gegebenenfalls zu behandeln.

Bitte beachten Sie, dass Blutuntersuchungen zur erweiterten hormonellen Diagnostik in der Regel nicht zum Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen gehören. Diese Untersuchungen werden daher als individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL) abgerechnet. Selbstverständlich informieren wir Sie vorab transparent über den Umfang der Untersuchungen und die entstehenden Kosten.

Auch Medikamente zur Behandlung von Erektionsstörungen, wie zum Beispiel sogenannte PDE-5-Hemmer, werden von den gesetzlichen Krankenkassen grundsätzlich nicht übernommen und müssen privat getragen werden. Wir beraten Sie ausführlich zu den verfügbaren Therapieoptionen, deren Wirkungsweise, Anwendung und möglichen Nebenwirkungen, um gemeinsam die für Sie passende Behandlung zu finden.

Unser Ziel ist eine diskrete, vertrauensvolle und ganzheitliche Betreuung. In einem persönlichen Gespräch nehmen wir uns Zeit für Ihre Anliegen, klären mögliche Ursachen ab und entwickeln gemeinsam mit Ihnen ein individuelles diagnostisches und therapeutisches Konzept. Erektions- und hormonelle Störungen sind gut behandelbar, der erste Schritt ist das offene Gespräch mit Ihrem Urologen.